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Operation Marktgarten

Verbreite die Freiheit!

Der Mensch hat größere Liebe als die, dass ein Mensch sein Leben für seine Freunde hingibt.
John 15: 13

Heute habe ich die Pegasus-Flagge wieder reingebracht. Damit endet das jährliche Gedenken an die größte Luftlandeoperation der Geschichte. Für viele Menschen, mich eingeschlossen, wird der Monat September vom Gedenken an die Operation Market Garden, auch bekannt als "die Schlacht von Arnheim", dominiert. Diese fand vom 17. September 09 bis 1944. September 26 statt und war eine Großoffensive der Alliierten. Ziel der Operation war es, die Brücken über Maas, Waal und Rhein zu erobern und zu erhalten, die stark verteidigte Siegfriedlinie zu umgehen und einen schnellen Vormarsch in Richtung Deutschland zu erzwingen. Wenn alles gut ging, sollte der Krieg noch vor Weihnachten vorbei sein, so Feldmarschall Montgomery, der Drahtzieher der waghalsigen Operation.

Der Plan war zweigeteilt. Sie hatten also den einen Teil (Markt), der für die massiven Luftlandungen stand, an denen Tausende von Fallschirmjägern beteiligt waren. Und der andere Teil namens Garten, der für Horrocks Bodenoffensive stand.
Die drei Divisionen, darunter amerikanische, englische und polnische Fallschirmjäger, sollten hinter den deutschen Linien abgesetzt werden, um die wichtigsten Brücken und Straßen zwischen Eindhoven und dem strategisch günstig gelegenen Arnheim zu besetzen und die deutschen Truppen im Westen der Niederlande abzuschneiden Rest der deutschen Armee. Damit würde der Weg zwischen der Frontlinie und dem Ruhrgebiet (Herzstück der deutschen Kriegsindustrie) für den Bodenvormarsch des britischen 30. Armeekorps geöffnet. Als die Rheinstraße für die Bodentruppen geräumt war, wäre der Vormarsch nach Berlin der letzte Schlag für Deutschland gewesen und hätte das Kriegsende noch vor Weihnachten 1944 beschleunigt. Die gesamte Operation sollte innerhalb einer Woche abgeschlossen sein.
Am Ende dauerte der hochambitionierte kombinierte Luft- und Landangriff insgesamt 10 Tage und ging als Fehlschlag in die Geschichte ein. Das Scheitern der Operation hatte viele Ursachen. Um nur einige Beispiele zu nennen, war da natürlich der Aspekt der negativen Wetterbedingungen, der schlechten Vorbereitung, der schlechten Kommunikation und natürlich der stark unterschätzte deutsche Widerstand. Letzteres war vielleicht der größte Rückschlag, der wahrscheinlich hätte verhindert werden können, wenn es eine starke Führung gegeben hätte, die das bei der Organisation beispielsweise des niederländischen Widerstands erworbene Wissen stärker berücksichtigt und sicherlich nicht ignoriert hätte. Diese Probleme und viele andere Hindernisse führten schließlich dazu, dass die entscheidende Rheinbrücke bei Arnheim nicht mehr erhalten werden konnte. Dies stellte sich als eine Brücke zu weit heraus….

Trotz des großangelegten Einsatzes von Tausenden von Luftlandetruppen und Bodentruppen wurde diese begehrte Freiheit bei dieser Operation nicht zurückerlangt, aber sehr teuer bezahlt. Allein in der britischen 1st Airborne Division, die zunächst aus 10.600 Jungen bestand, wurden 6414 gefangen genommen und 1485 kehrten nie wieder nach Hause zurück. Das ultimative Maß an Freiheit wurde von den vielen mutigen Freiheitskämpfern bestimmt, die den höchsten Preis bezahlt haben. Von den tapferen Helden, die in Segeltuchbooten die Waal überquerten, von dem standhaften John Frost mit seinem Bataillon, von der polnischen Fallschirmjäger-Brigade, die aus ihrem eigenen Land geflohen war, angeführt von Generalmajor Sosabowki. Der Preis, der unter anderem von den Kanadiern, dem niederländischen Untergrund mit seinen Widerstandskämpfern, den vielen Piloten der RAF und der US-Luftwaffe, die die Fallschirmjäger abgesetzt haben, der Prinzessin-Irene-Brigade, den walisischen, irischen und schottischen Brigaden bestimmt und bezahlt wurde . Die 1. Belgische Infanteriebrigade, die außergewöhnlich tapferen Piloten, die wissentlich zu ihrem Ende flogen, um „ihre Kameraden zu versorgen“. Und all die anderen, die ich jetzt weglasse.

Der Preis der Freiheit ist grauenhaft bezahlt und jedes Jahr im September, wenn der Luftmarsch wieder beginnt und das Karminrot und Azurblau des Pegasus stolz und stolz wieder flattert, werden wir daran erinnert. Jedes Jahr erinnern wir uns daran, dass sich Tausende junger Männer auf den Kampf ihres Lebens vorbereitet haben. Sie waren bereit, ihr Leben füreinander zu geben, ihre Lebensweise, aber vor allem die Freiheit. Egal, welches Elend sie erwartete, sie sprangen entschlossen ihrem Endkampf entgegen und heute ist die Ginkelheide ein stummer Zeuge von allem, was sich hier einst abspielte. Wir erinnern uns an alle, die nie nach Hause zurückgekehrt sind.

Die gewonnene Freiheit, die so viel gekostet hat, ist ein wertvolles Erbe, das jetzt in rasantem Tempo vergeudet wird. Als ich heute die Flagge abnahm, überkam mich ein Gefühl von Scham und Traurigkeit, und das aus gutem Grund. Die Verschwendung, die jetzt stattfindet, ist nämlich auch etwas, für das wir uns schämen können. Und auch wenn wir dafür nicht (voll-)verantwortlich sind, müssen wir doch darüber nachdenken und erkennen, dass wir deswegen eine Aufgabe auf uns haben. Aus meiner Sicht ist es unsere moralische Pflicht, unsere Verantwortung, das Erbe zu schützen, zu verteidigen und zu bewahren. Konservierung beginnt mit dem einfachen „Damit wir es vergessen“.

Auf dass wir niemals vergessen mögen.


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