Mit freundlichen Grüßen Unabhängige Nachrichten & Meinungen

Es ist sinken oder schwimmen!

Es ist sinken oder schwimmen!

Manchmal liege ich falsch. Im Moment glaube ich, dass ich mich ernsthaft geirrt habe. Viele Jahre lang war ich davon ausgegangen, dass wir als Niederländer eine Seefahrernation sind, die jahrhundertelang die Weltmeere beherrscht. Ich nahm an, dass die Holländer mehr oder weniger den Bau von Deichen und die Landgewinnung erfunden haben. Ich habe auch immer gedacht, dass Ausländer die Niederländer mögen und regelmäßig an die Tür klopfen, weil sie all ihre anhaltenden Probleme mit dem Wasserverband haben. Vom Brückenbau bis zur Bergung von Schiffen, rufen Sie einfach die Holländer an! Ja, ich dachte immer, wir wissen, wie man mit Wasser umgeht.

Auch bei der Zahlung von Steuern sind wir der Kurve einigermaßen voraus. Denken Sie an Kraftfahrzeugsteuer, Einkommensteuer, Grundsteuer, Erbschaftssteuer, Schenkungssteuer, Glücksspielsteuer, Mehrwertsteuer, Umweltsteuer, Gemeindesteuer und so weiter. Oh ja, ich habe die WATER BOARD TAX vergessen. Jetzt bin ich mir nicht sicher, ob diese Steuer in der Gemeindesteuer enthalten ist, weil ich den Steuerwald wegen all der lästigen Bäume nicht mehr sehen kann. Was ich weiß, ist, dass wir ab und zu Wasserratswahlen haben. Darüber hinaus wählen wir eine Handvoll politischer Entscheidungsträger aus, die die Verantwortung für die lokale Regierungsbehörde „die Wasserverbände“ tragen. Bevor ich mit meiner Schmährede fortfahre, schauen wir uns zunächst kurz an, was die Aufgabe eines solchen Wasserverbandes eigentlich ist.

Bei einem Wasserverband geht es eigentlich um regionales Wassermanagement. Denken Sie an die Kontrolle von Badegewässern, das Messen und Kontrollieren von Wasserständen mittels Pumpstationen und dergleichen, die Reinigung von Abwasser und vieles mehr. Für einen vollständigen Überblick werde ich am Ende dieses Artikels einen Link mit zusätzlichen Informationen platzieren, wenn Sie mehr über diese ziemlich wichtige Organisation erfahren möchten. Die vielleicht wichtigste Aufgabe der Wasserverbände habe ich mir bewusst zum Schluss aufgehoben, nämlich die Bewirtschaftung der Deiche!

Unser Land ist von Wasser umgeben, wir leben davon aber auch davon. Bei so vielen Flüssen, Seen, Kanälen und anderen Wasserstraßen in der Nähe ist es ratsam, Ihr Wohnumfeld an all dieses Wasser anzupassen. So haben wir uns natürlich die entsetzlich schwarzen Tage des 31. Januar und 1. Februar 1953 in unser Gedächtnis eingraviert. Die anschließende Flutkatastrophe kostete mehr als 1836 Menschen das Leben und viele weitere Menschen verloren ihr Zuhause und ihren Herd. In dieser Nacht ertranken auch Tausende von Tieren. Der Schaden war enorm und wurde durch das unglückliche Zusammentreffen von Sturmflutbedingungen in Kombination mit Springfluten verursacht. Aufgrund dieser Umstände konnte sich das südliche Nordseewasser zu extremen Höhen entwickeln, was zu Deichbrüchen führte. Die Beatrix-Flut war die größte Naturkatastrophe des 20. Jahrhunderts in den Niederlanden. Als Reaktion darauf wurden die Deltawerke gebaut. Ein prächtiges Verteidigungssystem bestehend aus fünf Sturmflutwehren, zwei Schleusen und sechs Dämmen. Ein weiteres feines Stück technischer Einfallsreichtum des Wasserverbands, das die Welt in Erstaunen versetzte. Und voll ausgebaut, um insbesondere die Provinzen Zeeland, Süd-Südholland und Nord-Brabant vor Hochwasser aus der Nordsee zu schützen. Und wenn der Wasserstand der vielen Flüsse in unserem Land zu hoch wird, sind die Deltawerke auch da, um das Wasser aus den Flüssen zurück ins Meer zu leiten. So machen wir das….

Was wir auch tun, ist Einpoldern. Wir werden ein komplettes Binnenmeer austrocknen, um Almere einzurichten. Jetzt spreche ich natürlich von der Provinz Flevoland und dem phänomenalen Afsluitdijk, um das Wattenmeer vom IJsselmeer zu trennen und so das schöne Friesland mit Nordholland zu verbinden. Aber nicht nur das! Der Afsluitdijk ist Teil der Zuiderzeewerke und ist für den Schutz unseres Landes vor Überschwemmungen unerlässlich. Ein typisches Beispiel für Multitasking. Und unabhängig davon, was wir eigentlich davon halten, die Zuiderzee aufzugeben. Wir haben jetzt die Provinz Flevoland, entworfen vom niederländischen Ingenieur und Wasserbauingenieur Cornelis Lely. Alles dank seiner äußerst ehrgeizigen Rekultivierungspläne. Und dadurch entsteht viel zusätzliches Land. Nicht nur für den Bau der nach ihm benannten Hauptstadt Lelystad, sondern für viele andere Dörfer und Städte und natürlich die Landwirtschaft! Fazit: Wir wissen, was wir tun.

Pumpwerke, Schleusen, Polder und Baudeiche. Wir haben daraus Kunst gemacht. Nun zur heutigen Ausgabe. Wächst angesichts all dessen mein Erstaunen über das momentane Scheitern all unserer geschaffenen Kunst? Wie ist das möglich? Was für ein monströses Durcheinander unseres nationalen Erbes das ist, verschwendet von einem Haufen unterdimensionierter Landratten, die ihre Scheiße zu kennen scheinen. Zum Beispiel gab es Anfang des Monats (drohende) Deichbrüche bei Reeuwijk (Südholland, Hattem (Gelderland)), bei Echt Susteren und Roosteren (Limburg) und jetzt einen weiteren Durchbruch bei Meerssum (Limburg). An verschiedenen Stellen des Landes mussten Deiche zugeschüttet werden, um (weitere) Verstöße zu verhindern. Jetzt frage ich mich ganz ehrlich, was zum Teufel mit unseren Niederlanden los ist? durchgeführt wurde oder ist ein Großteil der Steuergelder ins Wasser gefallen?Wenn Sie wissen, würde ich gerne davon hören.Im Moment kann ich nur sagen, dass ich sehr viele Fragen habe…….

https://www.rijksoverheid.nl/onderwerpen/waterschappen
https://www.rijkswaterstaat.nl/

Teile diesen Artikel!

Abonnieren
Abonnieren Sie
Gast
Kann Ihr richtiger Name oder ein Pseudonym sein
Nicht benötigt
26 Kommentare
älteste
neueste am meisten gestimmt
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
CommonSenseTV
nl Dutch
X
26
0
Wie reagieren Sie darauf?x